Konzert auf der Juraweid 

Wenn man auf einem Bauernhof ein Konzert veranstalten möchte, gilt zuallererst einmal die Devise: Platz schaffen, um- und aufräumen und putzen.

Der Landwirt des Juraweidhofs, Sven Derrnon, hat im Vorfeld alles vorbereitet und hat uns zusätzlich beim Auf- und Abräumen sehr geholfen. Ganz herzlichen Dank! Bevor die ersten Gäste am Muttertag eintrafen, richteten wir noch alles fertig her, sei es bei der Tischdekoration oder am Buffet. Leise Nervosität machte sich dann doch langsam breit. Hatten wir auch wirklich an alles gedacht?

Auftakt mit den Jubilaren

Zu diesem Anlass luden wir auch die Bibersteiner Jubilaren ein. Unter ihnen befanden sich einige Geburtstagskinder, zwei Gold- und ein Platinhochzeitspaar. Nach einem Apéro begrüsste Gemeinderat René Klemenz alle Anwesenden und im speziellen natürlich die Jubilaren und Mütter. Den ersten Teil unseres Konzerts hielten wir eher etwas volkstümlich und starteten mit dem Marsch «Juventus». Unser Klarinettist, Stefan Bernhard, führte unterhaltsam durch das Programm. Mit «Wien bleibt Wien», einer bekannten Melodie von Johann Schrammel, entführten wir die Besucher nach Österreich. Heinz Hunziker und Hans Troxler zeigten beim nächsten Solostück «Zwei lustige Vagabunden» ihr Können auf der Trompete. Von einheimischen Komponisten spielten wir die «Jurablick-Polka» und den «Nicolas Hayek Marsch». Letzteren werden wir auch am Musiktag beim Paradewettbewerb vortragen.

Gemeinsamer Auftritt mit dem Jugendspiel

Nicht zu überhören war der Vortrag von zweien unserer treuesten Tambouren, Dani Frei und Thomas Haus. Auch bei den Bläsern ging es «poppiger» weiter. Die drei folgenden Stücke stammen alle von Grössen der Popmusikwelt: «Sledgehammer», ein bekannter Hit aus den 80er-Jahren von Peter Gabriel, ein Medley mit den populärsten Liedern von Amy Winehouse, die leider bereits mit 27 Jahren verstorben ist, und «I dont feel like dancin» von Elton John für die Scissor Sisters komponiert. Nach einer kurzen Pause begann das Jugendspiel Küttigen-Biberstein sein Konzert mit der Vizedirigentin Anita Walde. Es ist immer wieder eine Herausforderung für den Dirigenten, Erich Weber, der auch die «grosse» Musikgesellschaft dirigiert, die altersbedingten, unterschiedlichen Spielniveaus unter einen Hut zu bringen. Das Konzert war aber sehr gut gelungen und die Zuschauer forderten ein da capo. Als Zückerchen obendrauf musizierten die MGKB und das Jugendspiel zusammen. Es tönte ganz toll und war beeindruckend, so viele Musikantinnen und Musikanten gemeinsam zu hören, die Jüngsten von uns ca. 10 Jahre, der Älteste 74 Jahre alt.

Wetterglück

Das Wetter war uns gut gesinnt. Es regnete oder gewitterte immer nur dann, wenn genügend Platz im «Schärmen» war. Auch beim Aufräumen lugte schon wieder die Sonne hervor. Zuerst hatten es Kind und Kegel aber noch gemütlich zusammen. Man genoss, ganz schweizerisch, eine Wurst vom Grill oder ein Raclette und konnte das Ganze noch mit etwas Süssem abrunden.

Nathalie Bloch Kopp